Lotterien gehören zu den ältesten Formen des Glücksspiels und sind zugleich eines der am wenigsten verstandenen: Rund um die Gewinnchancen kursieren viele Mythen.
Grundlegende Formate
- Ziehungslotterien – Spieler wählen Zahlen im Voraus aus, die Ziehung findet zu einem festgelegten Zeitpunkt statt (oft mehrmals pro Woche).
- Sofortlotterien (Rubbelkarten) – das Ergebnis steht sofort nach dem Kauf des Loses fest, ohne auf eine Ziehung warten zu müssen.
- Zahlenlotterien mit progressivem Jackpot – ein nicht gewonnener Preisfonds wird auf die nächste Ziehung übertragen, was den möglichen Gewinn erhöht.
Wie die Chancen berechnet werden
Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei einer Lotterie mit Zahlenwahl wird über die Kombinatorik bestimmt – die Anzahl der möglichen Zahlenkombinationen. Je mehr Zahlen aus einem größeren Bereich erraten werden müssen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für den Jackpot: Beim Format „6 aus 49" liegt die Chance auf den Hauptpreis beispielsweise bei etwa 1 zu 14 Millionen.
Verbreitete Mythen
- „Heiße" und „kalte" Zahlen – jede Ziehung ist unabhängig von den vorherigen, vergangene Ergebnisse beeinflussen zukünftige nicht.
- „Systeme" zur Erhöhung der Chancen – mathematisch ändert sich die Chance auf eine bestimmte Kombination nicht dadurch, dass Zahlen auf eine bestimmte Weise ausgewählt werden.
- „Eine seltene Zahl ist überfällig" – das ist der verbreitete Spielerirrtum (gambler's fallacy): Zufallsereignisse „erinnern" sich nicht an die Vergangenheit.
Fazit
Lotterien sollte man als Unterhaltung mit einer fest vorgegebenen, niedrigen Wahrscheinlichkeit eines großen Gewinns betrachten – und nicht als Strategie zum Geldverdienen.